Ivo Weber


1 Euro für Licht


Eine Installation in zwei Räumen


Einführungsrede Stefan Kraus, Kolumba, Köln

Sopran Christine Reifenberger, Köln   


Dauer der Ausstellung  19.8. - 11.9.2022


Zur Ausstellung erscheinen ein Katalog mit einem Text

von Stefan Kraus und eine Edition

                                                  Eröffnung                                    Foto Jo Magreon

Warmweiherstrasse 40 mit Capella

Warmweiherstrasse 23 mit Zwiebelturm

Zwiebelturm

Lorem

Warmweiherstrasse 40 mit Capella

Capella

Eingang Capella

Capella mit Hase Fuchs und Pferd 

Innenraum Capella mit Gebetskniebank

Innenraum Capella mit Wiesel und Eichhörnchen

Martel und Aussenwand Capella

                                                          Eröffnung                                    Foto Jo Magreon

Un monde à part

Malerei

Keramische Arbeiten

Zeichnungen

von

Martes Bathori

Ausstellung vom  22.4. bis 25.05.2022


Eröffnungsrede Christian Rein, Kulturredakteur, Medienhaus Aachen

Martes Barthori, mit bürgerlichem Namen Mathias Robert, ist 1970 geboren und lebt und arbeitet in Paris. Er ist ein facettenreicher Künstler, dessen Werk sowohl Installationen, plastische Figuren, Malerei, keramische Arbeiten und Glasfenster als auch Zeichnungen und graphic novels umfasst. 


Im Raum für Gäste in Aachen zeigt er aus diesem vielseitigen Werk unter dem Titel „un monde à part“ großformatige Gouachen auf Papier, die er nach Skizzen malt, die auf seinen Reisen entstanden sind, große farbintensive Stadträume, die ohne Mischungen der Farbe, rein aus den Überlagerungen der Primärfarben, konzipiert sind. 

Diese Herangehensweise entstand ursprünglich aus seiner Auseinandersetzung mit der Technik der Lithografie, mit der er sich bis heute beschäftigt. Ausserdem zeigt er eine Installation aus seinen figurativen Arbeiten und Teile seines keramischen Werkes. Ausgebildet als Bühnenmaler, hat er einige Jahre Szenografien großer Modeschauen gestaltet; seine Liebe zu theaterartigen Inszenierungen ist in seinen Installationen deutlich zu spüren. 


Einen weiteren wichtigen Aspekt seiner Arbeit zeigt er im Alten Schlachthof in Eupen. Schon längere Zeit beschäftigt sich Martes Barthori mit einer dystopischen Phantasie über eine Welt, in der die Schweine die Menschheit versklavt und die Macht übernommen haben. Die Arbeiten, die er im Alten Schlachthof in Eupen zeigen wird, sind Teil dieser „Utopia Porcina“ und zeigen groteske, teilweise pornografische und grausame Visionen dessen, was passiert, wenn sich Schweine nicht besser verhalten als Menschen, wenn sie nur die Macht dazu haben. Oder besser gesagt - dass sie genau so manipulativ, demagogisch und ohne Mitleid sind und damit zu einem Spiegel dessen werden, was der Mensch anderen Spezies antut. Das verstört und ist faszinierend wie eine erschreckende absurde Komödie und lässt in der Bildsprache denken an George Grosz oder Otto Dix. Gleichzeitig spürt man den Einfluss der japanischen Kultur, von der er fasziniert ist, vor allem japanischen klassischen Zeichnungen, Mangas und Filmen, die mit dem Grotesken spielen.  (Text Vera Hilger 


Gefördert durch die Stadt Aachen und den Euregio Fonds 

Raum für Gäste, Warmweiherstrasse 40,BIG LANDSCAPES (New York und NAGASAKI) Gouache auf Aquarellpapier  240 x 175 cm

Warmweiherstrasse 40

BIG LANDSCAPES (NAGASAKI) Gouache auf Aquarellpapier  240 x 175 cm
BIG LANDSCAPES (NAGASAKI) Gouache auf Aquarellpapier  240 x 175 cm
BIG LANDSCAPES (New York) Gouache auf Aquarellpapier  240 x 175 cm
BIG LANDSCAPES (New york and NAGASAKI) Gouache auf Aquarellpapier  240 x 175 cm
Warmweiherstrasse 23 GUNS (glazed ceramic on wooden socles)

Warmweiherstrasse 23

Warmweiherstrasse 23 GUNS (glazed ceramic on wooden socles)
Warmweiherstrasse 23 GUNS (glazed ceramic on wooden socles)

Warmweiherstrasse 23

Warmweiherstrasse 23 GUNS (glazed ceramic on wooden socles)
Raum für Gäste, Warmweiherstrasse 32,Un monde apart,Serigrahien

Warmweiherstrasse 32

Raum für Gäste, Warmweiherstrasse 32,Un monde apart,Serigrahien,Komikbücher,
Raum für Gäste, Warmweiherstrasse 32,Un monde apart,Lichtkasten,Glazed ceramics objects
BIG LANDSCAPES (NAGASAKI)

Gouache auf Aquarellpapier 

240 x 175 cm

BIG LANDSCAPES (NAGASAKI)

Gouache auf Aquarellpapier 

240 x 175 cm

BIG LANDSCAPES 

( NEW YORK)

Gouache auf Aquarellpapier 

240 x 175 cm

BIG LANDSCAPES (NAGASAKI)

Gouache auf Aquarellpapier 

240 x 175 cm

BIG LANDSCAPES 

( NEW YORK)

Gouache auf Aquarellpapier 

240 x 175 cm

BIG LANDSCAPES 

( NEW YORK)

Gouache auf Aquarellpapier 

240 x 175 cm

BIG LANDSCAPES 

( NEW YORK)

Gouache auf Aquarellpapier 

240 x 175 cm

BIG LANDSCAPES (NAGASAKI)

Gouache auf Aquarellpapier 

240 x 175 cm

ADOPTEZ UN HUMAIN

Bleistift und Buntstift auf Papier und auf Leinwand kaschiert 

89 x150 cm

Verschiedene Serigraphien

INK DRAWING IN LIGHT BOXES

INK DRAWING IN LIGHT BOXES



Zum Vergrößern, bitte auf die einzelnen Abbildungen der Ausstellungswand klicken




1  Euro  für  Licht

Unter dem Titel „1 Euro für Licht“ stellte der Kölner Künstler Ivo Weber (geb.1962, Biberach/Riß) vom 18. August bis zum 11. September im Raum für Gäste in Aachen aus. In den beiden Ausstellungsräumen, die sich in der Warmweiherstrasse gegenüber liegen, zeigte er dort eine zweiteilige Installation.

Ivo Weber greift als Ausgangspunkt für seine Arbeiten häufig auf prägende Erlebnisse in seinem Leben zurück oder auch auf Objekte, die in seiner Vergangenheit eine Rolle gespielt haben. Diese bringt er in ungewohnte Zusammenhänge, er funktioniert sie um, gibt ihnen einen neuen, bisweilen absurden Sinn; er spielt mit ihnen, zerlegt sie, setzt sie scheinbar willkürlich zusammen und schafft damit ein neues, nach eigenen Regeln erschaffenes Ding.

Auch die Installation, die er in beiden Räumen zeigt, hat einen autobiografischen Bezug. Er lässt die Kuppel seiner Taufkirche in Biberach abstürzen, irgend jemand hat sie umgeschubst, und nun liegt die Kuppel im Raum. 

Für ihn ist die Kuppel Symbol einer Gewissheit; des Glaubens daran, dass sie immer, wenn er in seinen Geburtsort zurückkehrt, da sein wird. Indem er sie umkippt, zerstört er die Sicherheit, die vermeintlich in Stein gemeißelt zu sein scheint, und nur wenn er eine Sicherheit zerstört, gibt ihm das die Freiheit, eine neue, eigene Ordnung zu finden.

Im zweiten Raum wird der Innenraum der Kirche zu sehen sein, in der unerwartete Besucher zugegen sind. Einige Tiere haben sich eingefunden- Wesen, die sich der Mensch Untertan machen soll, wie die Schöpfungsgeschichte berichtet- die sich jetzt wohl selbst an Gott wenden wollen und in ihrem Ausgeliefertsein den Gegenpol zu den allmächtigen Menschen bilden.

Die Besucher selbst bilden den menschlichen Teil des Innenraums und können sich für einen Euro Erleuchtung verschaffen; das Licht scheint dann allerdings auf die Tiere,  nicht auf die Menschen.  (Text Vera Hilger)





Zwiebelturm 2022, 

Holz, Zink 

170 x 170 x 210 cm

Edition Turmbau 2022, Pigmentdruck 29,7 x 42 cm

Capella 2022, Holzbau 

ca. 400 x 400 x 400 cm

Martel mit Dosenidyll, Konservierungsdosen, Figuren Spur N, Holz, Zinkblech

Capella Innenraum mit Gebetskniebank 2022

Tiere auf Rädern 2022, Holzbrett mit Rädern, Verbindungsseil

 

Martel mit 2 x Dosenidyll, Konservierungsdosen, Figuren Spur N, Holz, Zinkblech

 

Martel mit Dosenidyll, Konservierungsdosen, Figuren Spur N, Holz, Zinkblech

Martel mit Dosenidyll, Konservierungsdosen, Figuren Spur N, Holz, Zinkblech

Martel mit Dosenidyll, Konservierungsdosen, Figuren Spur N, Holz, Zinkblech

Martel mit 2 x Dosenidyll, Konservierungsdosen, Figuren Spur N, Holz, Zinkblech

Installationsansicht

Raum für Gäste 32

Ausgestopftes Eichhörnchen mit Tannenzapfen 2022

Fotografie Eberhard Weible

Christine Reifenberger, Sopran, singt

* Ave Maria Stella

Gregorianischer Gesang aus der Zeit Karls des Großen,

von einem unbekannten Komponisten

* Gedicht des Mystikers Juan de la Cruz (Johannes vom Kreuz)

vertont zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom spanischen Komponisten Frederique de Mompou



Cantar del alma


Aquella eterna fuente está escondida,  

Qué bien sé yo do tiene su manida.

Aunque es de noche.

 

Su origen no lo sé, pues no le tiene,

Mas sé que todo origen de ella viene,

Aunque es de noche.

 

Sé que no puede ser cosa tan bella.

Y que cielos y tierra beben de ella,

Aunque es de noche.



1. Strophe (acapalla) aus Cantar del Alma                                             

Frederic Mompou   (1893 - 1987)                                                               

                                                                                                                

Gesang der Seele


Verborgen ist der ewige Quell,

und doch weiß ich den Ort,

wenn gleich es Nacht ist.

 

Den Ursprung kenn ich,

hat er doch keinen und doch weiß ich, dass alles ihm entspringt,

wenn gleich es Nacht ist.

 

Ich weiß, dass es nichts Schöneres geben kann,

und Himmel und Erde aus ihm trinken,

wenn gleich es Nacht ist.

Gedicht

Juan de La Cruz- Johannes vom Kreuz (1542 - 1592)




Webseite Christine Reifenberger

 

Vom 12.12.-19.12.2021 zeigte Vera Hilger statt einer wie gewohnt fertig gehängten Ausstellung im Raum für Gäste eine „Werkschau“, bei der man sich eine Überblick über die Bilder vorwiegend aus den letzten beiden Jahren verschaffen konnte.

Das Konzept der Werkschau bestand im Unterschied zu den anderen Ausstellungen daraus, Bilder und Zeichnungen nur im Ausstellungsraum in der Nummer 23 fertig gehängt zu präsentieren; im Raum in der Nummer 32 wurden die Bilder fortlaufend umgehängt und in mehreren Durchlaufen gezeigt.

 

 

 

                                              

 

 

 

 

                    

  

 

 

 

 

 

Webseite Vera Hilger Bitte hier klicken

Solistin 2019


1 Videoskulptur / Rauminstallation

Drahtskulptur mit audiovisuellen digital- und analog Equipment                              


Skulptur 330 x 220 cm







In dem nahezu quadratischen Raum (Hausnr. 23) zeigt Iris Hoppe die Videoskulptur Solistin (2019).

Eine Balletttänzerin aus Drahtgeflecht dreht sich langsam um ihre Achse. Ausgestattet mit aufwendiger Technik, deren Kabel so etwas wie Blutgefäße sein könnten, die die Energiezentren miteinander verbindet, wirft sie aus drei Projektoren Bilder an die Wand.

Diese Bilder erzählen von dem Auflösen einer Wohnung, eines Lebens, und rotieren mit der Figur.


Im Kopf der Figur befindet sich ein Display mit dem Porträt einer älteren Frau, 

Iris Hoppes Mutter. Das Lied „Die Gedanken sind frei“ wird aus Lautsprechern an den Ohren abgespielt- die Musik kommt hier aus den Ohren. Es gibt viele Einzelheiten in der komplex gebauten Installation, die in der Kombination mit den projizierten Bildern und der Musik eigene Assoziationen auslösen und an eigene Erinnerungen und Erfahrungen anknüpfen können.






Individual Borders 2003 


Partizipatives Videoprojekt / Intervention im öffentlichen Raum     

40 PartizipantInnen      


09:10 min. DV mit O-Ton 

Individual Borders wurde 2003 auf der Biennale di Venezia in der Utopia Station Arsenale im Rahmen von [ve] 01 border counter gezeigt, ein Ausstellungsprojekt des Forscher-Netzwerks Multiplicity und  Stefano Boeri (IT). 


Das Video entstand auf einer Autofahrt zwischen Berlin und Venedig, bei der Hoppe die deutsch-tschechische, tschechisch-österreichische, österreichisch-slowenische und slowenisch-italienische Landesgrenze sowohl auf abseitigen Nebenstraßen, wie auf Hauptverkehrsstraßen passierte.  An den Grenzübergängen sprach sie Reisende an und bat diese, vor dem staatlichen Grenzübergang ihre ganz persönliche Grenze mit einem Stück Kreide auf dem Asphalt zu definieren. 

 

 Exercise to stay in balance 2017 

Zeichnung auf Papier 

Ecoline, Kohle, Graphit 

70 x 50 cm 

 

Submerge (entwachsen) 2015 

Zeichnung auf Papier 

Ecoline, Kohle, Graphit 

50 x 35 cm 

 

 Zeit…die Macht der fortschreitenden Zerstörung 2019 Fotoarbeit

 Pigmentdruck auf Barytpapier, 

Dibond Kaschierung 

 

 Outgrow (entwachsen) 

2015  

Zeichnung auf Papier

Ecoline, Kohle, Graphit   

50 x 35 cm

 

 Nachlass I. 

2019 

 Pigmentdruck auf Barytpapier, 

Dibond Kaschierung 

100 x 80 cm

 

Discharge (entladen) 2015 

Zeichnung auf Papier 

Ecoline, Kohle, Graphit 

50 x 35 cm 

 

 Garten 2019 

 Pigmentdruck auf Barytpapier, 

Dibond Kaschierung 

100 x 80 cm